Mittwoch, 30. November 2016

Novembernebel | 30












halt dich fest
aber so
dass du nicht krumm wirst
aus Angst vor dem Neuen









Dieses Gedicht entstand im Rahmen des frapalymo-Projekts November 2016.
Bild und Text © Marlies Blauth





Dienstag, 29. November 2016

Novembernebel | 29










wenn das nachtlicht brennt
kommen sie hoch
prallen dir finster
ein wort vor den schlund
ihre angstlaterne
wirft schatten
auf deine stirn
du lallst nach
rettung –
sie tragen sprechblasen
fett gefüllt unter den schwingen
geben dir
einen tauben
kuss







Dieses Gedicht entstand im Rahmen des frapalymo-Projekts November 2016.
Bild (digitale Bearbeitung) und Text © Marlies Blauth










Montag, 28. November 2016

Novembernebel | 28















meine worte sind endlich –
ich streue sie
träne sie
damit sie dir
ans herz wachsen













Dieses Gedicht entstand im Rahmen des frapalymo-Projekts November 2016.
Bild und Text © Marlies Blauth








Sonntag, 27. November 2016

Novembernebel | 27















Wanderung


auf dem Weg
fällt mir zu
was meine Seele
sucht
ich sehe hin











Dieses Gedicht entstand im Rahmen des frapalymo-Projekts November 2016.
Bild und Text © Marlies Blauth










Samstag, 26. November 2016

Novembernebel | 26










in einer fremden Straße

fährt der Lärm an mir vorbei
und schweigt so laut
ich habe kein Gesicht
die Menschen sind Maschinen
greifen in den Tag
die Stunde
fährt an mir vorbei









Dieses Gedicht entstand im Rahmen des frapalymo-Projekts November 2016.
Foto und Text © Marlies Blauth








Freitag, 25. November 2016

Novembernebel | 25











schlaf

bin ein dunkeltier
ins nachtmeer getaucht
ruhe auf flechten
fangmüder arme
in meinem haar
finden sich sterne
mondschnecken
füßeln sich fort von mir
unter den wimpern weich
strudelt leise der sand









Dieses Gedicht entstand im Rahmen des frapalymo-Projekts November 2016.
Bild und Text © Marlies Blauth













Donnerstag, 24. November 2016

Novembernebel | 24










Jochen mein Rochen fand bei
einem Meeresspaziergang ein Ei.
Ei, rief er, noch lieber wären mir
zwei oder drei …
Au wei, au wei (ein Hai?) –
da brach das Ei
entzwei:
Eibrei.









Dieses Gedicht entstand im Rahmen des frapalymo-Projekts November 2016.
Bild und Text © Marlies Blauth